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Hotel-Knigge

VORWORT
Der Gast/Kunde als höflicher König …

Je höher die Kategorie umso höher auch die Erwartung. Natürlich zahlen Sie im Hotel, im Spa, für Ihre Urlaubsreise. Je nach Ausstattung und Angebot auch viel! Und natürlich hat der im Volksmund allseits bekannte Satz „Der Kunde ist König.“ bzw. „Der Gast ist König.“ seine Berechtigung. Ja! Gäste/Kunden sollten als Könige behandelt werden!

Eine ganz klare Vorgabe für alle, die in serviceorientierten Berufen tätig sind. Sie – als moderner Kunde – können jedoch erheblich dazu beitragen, Ihren Aufenthalt zu einem ganz besonders angenehmen zu machen! Wie? Ganz einfach indem Sie sich entscheiden, den Satz um eine wichtige Kleinigkeit zu verlängern: „Der Gast/Kunde als höflicher König.“

Zur „Kunst des Umgangs mit Menschen“ – die Ihnen das Leben in allen möglichen und unmöglichen Situationen angenehm machen wird – gehört u. a. die Erkenntnis, dass Sie mit Ihrer Buchung eines Zimmers/eines Urlaubs zwar einen (dem Preis entsprechenden) Service, nicht aber die für diesen Service zuständigen Menschen gekauft haben. Es sind Menschen! Menschen wie Sie, Du und ich. Menschen, die die gleichen Bedürfnisse haben wie wir: Wertschätzung, Anerkennung, Respekt.

Beobachten Sie sich selbst. Ist Ihr Gegenüber freundlich, höflich und lächelt, fühlen Sie sich wohl. Menschen, mit denen wir uns wohl fühlen – so die wissenschaftlichen Erkenntnisse – helfen wir lieber als solchen, die uns unsympathisch sind. Und das sogar von Herzen. Ein freundliches Lächeln, „Bitte und Danke“ (natürlich in der jeweiligen Landessprache) … probieren Sie es. Es fühlt sich gut an Wünsche von Herzen – und nicht „gekauft“ – erfüllt zu bekommen!

Lesen Sie nun – ganz in Ruhe – unsere Empfehlungen von „A“ wie „Absolute Ruhe!?“ bis „Z“ wie „Zum Thema Kleidung“ die teils direkt vom AUI (Arbeitskreis Umgangsformen International) stammen, teilweise aber auch durch Recherchen im Netz bzw. aus Gesprächen mit Hotelverantwortlichen zusammengestellt wurden. Alle Empfehlungen wurden so gut wie nur irgend möglich recherchiert. Trotzdem bitten wir zu bedenken, dass es durchaus länderspezifisch oder regional unterschiedliche „Sitten“ geben kann. 

Wir wünschen Ihnen schon jetzt viel Freude an der Herzlichkeit, die Sie als „höfliche Königin und höflicher König“ spüren werden!

Ihr E. Stefan Biggeleben gen. Heying alias „Knigge-Bigge“
in Zusammenarbeit mit der Redaktion von VIP-City-Magazin.de

 
 
 

Absolute Ruhe

  • Sie haben Lust, sich mit Ihrer Lieblingsmusik auf dem Zimmer in beste Stimmung zu bringen? Gerne! Wenn Sie es gern laut mögen, dann nutzen Sie bitte dazu Kopfhörer. Auf dem Zimmer genauso, wie in allen öffentlichen Bereichen.

  • Die am Tisch sitzende Partnerin über 15m hinweg vom Buffet aus zu fragen, ob Sie noch etwas von dem köstlichen Nachtisch möchte wird von den meisten anderen Gästen als störend empfunden.

  • Gleiches gilt für lautstarke Begrüßungsszenarien unter Freunden in öffentlichen Bereichen.

  • Ist im Hotelprospekt explizit angegeben, dass Hunde willkommen sind ist damit zu rechnen, dass die lieben Vierbeiner auch mal bellen. Sicherlich bemühen sich die Tierhalter aber darum, die Störungen nicht ausufern zu lassen.

  • Kindern – insbesondere Kleinkindern – klar zu machen, dass wildes Herumtoben und Schreien in einem Hotel als störend empfunden wird ist gar nicht so einfach. Wer ein familienfreundliches Hotel bucht, der rechnet aber sicher schon damit, dass es auch mal laut werden kann. Wir alle kennen die manchmal unvermeidlichen „Tobsuchtsanfälle“ unserer zukünftigen Rentenzahler und freuen uns, wenn rücksichtsvolle Eltern sich mit den lieben Kleinen in so einem Moment in weniger frequentierte Bereiche zurückziehen.

 

„Bitte nicht stören"

  • Sie möchten auf Ihrem Zimmer für eine Weile ungestört sein? Gut, dass es entsprechende Schildchen für den Tür-Knauf gibt. Bei generellen Wünschen: Rezeption anrufen oder je nach Kategorie: Vereinbarung mit dem Concierge treffen.

  • Trotzdem vergessen, dass Schild draußen anzubringen und das Zimmermädchen steht plötzlich in der Tür? Nun – das kann peinlich sein. Gute Zimmermädchen reagieren natürlich blitzschnell und verschwinden umgehend. Ansonsten gilt: Sofort Blöße bedecken und lächeln!

 

Essen vom Buffet

  • Es ist genug für alle da! Leere Rechauds werden durch volle ersetzt - und das auch mit Sicherheit mindestens so lange, wie es in den Hotelinformationen abgedruckt ist. Somit ist es – Gott sei Dank – nicht nötig, sich Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachspeisen auf einen Teller zu schaufeln. Vielleicht wollen Menschen damit aber auch nur angeben, wie gut sie in der Lage sind auch schwerste und übervoll beladene Teller unfallfrei zum Tisch zu jonglieren? Sie verlieren den Wettstreit spätestens dann, wenn die Servicekraft mit drei Tellern links und zwei weiteren in der rechten Hand an Ihnen vorbei schweben … Nehmen Sie sich für jeden Gang Zeit zum Genießen – auf einem neuen Teller angerichtet.

  • Teller und Bestecke sind in der Regel mehr als ausreichend am Buffet vorhanden. Sie brauchen also nicht mit den teils unappetitlich aussehenden Resten Ihrer Vorspeisen auf dem Teller durch den ganzen Saal um sich diesen anschließend mit einem leckeren Hauptgericht zu füllen. Wer möchte sich auch schon gerne ein Stück Braten auf die Salatsauce der Vorspeise legen? Lassen Sie Ihren leeren Teller am Tisch stehen. Aufmerksame Servicekräfte brauchen nicht lange und schon ist Ihr Teller abgeräumt.

  • Schlange stehen? Vordrängeln ist natürlich mehr als unhöflich und sorgt für großen Unmut. Aber Sie müssen sich natürlich nicht grundsätzlich in Schlangen einreihen. Keine Lust auf eine Vorspeise? Dann gehen Sie bitte ohne schlechtes Gewissen an der Vorspeisen-Schlange vorbei zu den Hauptgerichten.

  • Probieren? Gerne! Aber am Tisch! Aus der Schüssel am Buffet direkt in den Mund wird gar nicht gern gesehen! Da hilft es auch nicht, sich den Happen vorab kurz auf den Teller zu legen.

 

Hausgast / Besuch

  • Ein heikles Thema, aber gesetzlich klar geregelt. Sie zahlen einen „Zimmerpreis“? Dann ist ein zusätzlicher Übernachtungsgast grundsätzlich kein Problem. Zusätzlich gezahlt wird dann nur ein eventuelles, gemeinsames Frühstück.
    Das Hotel weißt einen „Preis pro Person“ aus? Dann versteht es sich von selbst, dass Sie bitte den Übernachtungsgast anmelden und die zusätzlichen Kosten bezahlen. Kurze Besuche auf dem Zimmer oder in der Suite sind natürlich erlaubt, werden aber – in manchen Hotels - ohne Anmeldung kritisch beäugt. Dabei ist es in den meisten Häusern ganz einfach und total unkompliziert. Einfach den Gast persönlich oder telefonisch an der Rezeption ankündigen.
  • Ein zweites Gedeck im Restaurant ist nirgendwo ein Problem. Möchte der Gast Einrichtungen wie Pool, Fitnessraum, Sauna oder Spa mit benutzen, bitte an der Rezeption anmelden. In vielen Häusern ist das gegen einen Aufpreis möglich. Einfach einschleichen ist verboten. Durch ein Trinkgeld für den Nachtportier o.ä. wird das Ganze zwar sympathischer aber keinesfalls legaler.

 

Zum Thema Kleidung

  • Beachten Sie beim Besuch hoteleigener Gastronomie die eventuell vorgegebenen Dress-Codes. Gerade in gehobenen Häusern legt man Wert auf die Einhaltung.

  • In manchen Fällen mag es Hotelgäste erfreuen wenn spärlich bekleidete Menschen (Bikini/Badehose und Flip Flops) im Aufzug stehen oder gemütlich durch das Foyer schlendern. Meist jedoch wird der Anblick von (zu viel) Haut in öffentlichen Bereichen als störend empfunden. Entkleiden Sie sich zum vereinbarten Massagetermin (Umkleidekabine) oder am Pool erst vor Ort. Oder nutzen Sie auf dem Weg zum Pool/dem Spa-Bereich bitte Bademäntel, die Ihnen in den entsprechenden Hotels auf Anfrage gerne auf das Bett gelegt werden und begeben Sie sich zügig zu dem Ort, an dem der Anblick von Haut als passend empfunden wird. Natürlich eignen sich auch große Handtücher zum Bedecken. Angenehm für alle: in manchen Hotels sind die Fahrstühle beim Drücken des Knopfes „Wellness-Bereich“ so eingestellt, dass sie ohne Zwischenstopp durchfahren.

 

Pizza auf dem Zimmer?

  • Verboten ist der Verzehr von selbst mitgebrachten Speisen nicht wobei es natürlich von Haus zu Haus Unterschiede geben kann. Klug: die jeweiligen Hausregeln lesen.
    Rücksichtsvoll:
    Viele Hotels bieten Ihren Gästen Speisen aus der eigenen Küche an. Wir wirkt es dann wohl bitte auf andere Gäste, wenn Sie einen Lieferservice beauftragen? Ein möglicher Gedanke der Gäste: „Oh. Hier scheint es wohl nicht zu schmecken.“
    Verzichten Sie also bitte – wenn möglich – auf jegliche Lieferservices und achten Sie darauf, Ihre Speisen dezent verpackt mitzubringen.
    Besonders höflich/rücksichtsvoll:
    Überbleibsel wie z. B. Pizzakartons auch selber wieder ‚entsorgen‘ oder zumindest ein kleines ‚Dankeschön-Trinkgeld‘ für die Entsorgung durch das Housekeeping daneben legen.

 

Pool Liegen reservieren

  • Typisch deutsch? Typisch englisch? Um 7:00 Uhr schnell zum Pool, Handtuch auf die Liege (womöglich in den Landesfarben) und ab zurück ins Bett. Nein! Das ist natürlich keine Empfehlung! Eine absolute Unart, die es leider viel zu oft zu beobachten gibt.
     
  • In einigen (wenigen) Hotels ist es tatsächlich möglich, sich an der Rezeption eine Liege für bestimmte Uhrzeiten (nach Verfügbarkeit) zu reservieren. Bitte fragen Sie nach! Ansonsten gilt: früh aufstehen und auf der Liege weiterschlafen.
     
  • Die Liege zu verlassen um zu Schwimmen, etwas zu trinken oder die Toilette bzw. das Zimmer zu besuchen ist natürlich erlaubt. Wenn aber die Liege mehr als 60 Minuten unbenutzt bleibt, dann ist es dem Personal mancher Häuser erlaubt die Liegen für andere Gäste frei zu machen. Werden Sie nicht selbst aktiv, sprechen Sie immer das Personal an.

 

Smartphone

  • Sie müssen 24 Std. am Tag erreichbar sein? Gut, dass es bei Handys/Smartphones die Funktion ‚lautlos & Vibrationsalarm‘ gibt. Bitte nutzen Sie diese.

  • „Einen Augenblick bitte!“ … Ihr Gesprächspartner wird sicher Verständnis haben, dass Sie sich für das vermutlich wichtige Telefonat kurz in einen ungestörten Bereich zurückziehen. Es ist sowohl für Sie und Ihren Gesprächspartner, als auch für die umstehenden Gäste angenehmer.

  • Bei mit an Ihrem Tisch sitzenden Gästen ernten Sie sicher Verständnis für ein offen auf dem Tisch liegendes, lautlos gestelltes Smartphone wenn Sie kurz auf die Erreichbarkeit für Ihren Babysitter hinweisen.

 

Störender Krach

  • Sie können nicht einschlafen weil Zimmernachbarn meinen, sich lautstark streiten oder vergnügen zu müssen? Verzichten Sie auf die Produktion von noch mehr Krach durch lautstarkes an der Wand hämmern. Ihr Zimmernachbar könnte es als „anfeuern“ missverstehen.

  • Rufen Sie einfach an der Rezeption an und bitten Sie darum, dass sich das Hotelpersonal umgehend um die Störung kümmert. Dies gilt übrigens auch bei dauerschreienden Kindern oder dauerbellenden Hunden in öffentlichen Bereichen (Gastronomie). Bitten Sie die Servicekraft…

 

Hotelbewertung/Kritik

  • Unzufrieden?
    Das kann natürlich immer mal vorkommen. Bitte geben Sie dann im besten Fall Ihren Gastgebern umgehend die Möglichkeit, die Situation positiv zu verändern in dem Sie umgehend das Gespräch suchen. Konstruktive Kritik (nicht persönlich verletzend!) wird sicher gern entgegengenommen und Gastgebende werden alles daran setzen, Ihnen Ihren weiteren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
     
  • Zufrieden?
    Freuen Sie sich schon jetzt auf die strahlenden Gesichter der Hotel- und Servicekräfte wenn Sie eine gute Leistung mit einem (von Herzen kommenden) Lob bedenken! Gerade im Sektor ‚Dienstleistung‘ scheinen leider manche Menschen zu glauben, sie hätten das freundliche Lächeln und die Aufmerksamkeit mit der Bezahlung ihres Getränkes ‚gekauft‘. Gut – letztlich kann man es natürlich so sehen. Schließlich werden Dienstleister für Ihre Dienste bezahlt. Es wird so viel kritisiert! Und das sicher manchmal zurecht. Viel zu selten loben wir! Gerade in Dienstleistungsberufen.
     
  • Online-Bewertungen
    Bitte bedenken Sie bei allen, heutzutage üblichen und sicher auch hilfreichen, Bewertungen in den diversen Internet-Portalen das geschriebene Worte für die Ewigkeit sind. Leider werden oft – in der Erregung – extreme Worte gewählt die vielleicht schon einen Tag später selbst den Schreibenden als übertrieben vorkommen. Wie im alltäglichen, zwischenmenschlichen Leben gilt auch hier: schlafen Sie eine Nacht drüber und schreiben dann Ihre Bewertung.
 

Allgemeines Verhalten bei Tisch

Warum rülpset und forzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmacket? Nun, diese Tischsitte ist – wie wir alle wissen – nicht mehr „up-to-date“ (außer vielleicht in einigen asiatischen Räumen).

Definition des Begriffes „Tisch-Sitten“:
  • Tisch-Sitten stellen einen Verhaltenskodex dar, der dazu dient, den gemeinsamen Genuss von Speisen allen Anwesenden so angenehm wie möglich zu gestalten, indem störende Geräusche und Anblicke vermieden werden. Durch die Einhaltung von Tischsitten wird Rücksichtnahme und Wertschätzung demonstriert.
     
  • Persönliche Anmerkung zu dieser Definition (Wikipedia): Auch Gerüche (wie z. B. nach einer Raucherpause) können als sehr störend empfunden werden. Nach der Zigarette gut die Hände waschen und ein schnelles Pfefferminz schaffen Abhilfe. Die Rücksichtnahme und Wertschätzung sollte sich nicht nur auf die mit am Tisch bzw. im Restaurant sitzenden Menschen beschränken. Meiner persönlichen Meinung nach sollten auch die Servicekräfte wertgeschätzt werden. Und trotz allen Überflusses in unseren Landen … auch den Nahrungsmitteln sollten wir Wertschätzung entgegen bringen! Bitte nehmen Sie sich also – hier im Falle des Essens vom Buffet – immer nur so viel auf den Teller, wie Sie auch glauben essen zu können.

TIPP: Wenn Sie zu den Menschen gehören, denen ein perfekter Umgang mit Speisen und Getränken angenehm und wichtig ist, dann buchen Sie doch mal ein „launologisches Knigge-Dinner“ (ab 10 Personen bundesweit auf Anfrage unter www.mein-knigge-dinner.de).

 

Trinkgeld im Hotel

  • Wie im Vorwort erwähnt, ist es für Servicekräfte ein angenehmes Gefühl der Wertschätzung höflich behandelt zu werden. Trotzdem wird natürlich ein kleines, angemessenes Trinkgeld gern gesehen!
     
  • Dem netten Menschen, der Ihre Koffer auf Ihr Zimmer gebracht hat lässig was in die Hand zu drücken – wie man es oft in amerikanischen Filmen sieht – ist sicher cool, mit einem freundlichen Lächeln und einem „herzlichen Dank“ wird es jedoch sympathisch.
WER bekommt Trinkgeld – und WIEVIEL ist angebracht?
  • Grundsätzlich gilt: Es gibt keinerlei festen Regeln oder Richtlinien an die Sie sich halten müssen. Der Service war miserabel? Dann gibt es natürlich kein Trinkgeld. Der Service war perfekt? Dann geben Sie sicher gerne. Fast von selbst versteht sich, dass Trinkgelder in Luxushotels üblicherweise höher ausfallen als in Hotels der Mittelklasse oder in Pensionen.
     
  • Sofern ein persönliches Überreichen möglich ist (Pagen, Room-Service) gibt es das Trinkgeld „in die Hand“. Für Reinigungskräfte/Zimmermädchen hinterlegen Sie ein Trinkgeld bei Ihrer Abreise gut sichtbar auf dem Bett (USA: Kopfkissen). Gerne mit einem kleinen „Dankeschön“-Zettel.
Folgend einige länderspezifische Empfehlungen:
 
Deutschland (Trinkgeld/Tipp)
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) spricht keine generelle Empfehlung zum Thema Trinkgeld aus. Es gehört jedoch zum „guten Ton“ bei guter Leistung etwas zu geben. 1-2 Euro pro getragenen Koffer (je nach Hotelklasse) sind angemessen. 2-5 Euro für den Room-Service (je nach Größe der Bestellung). Der „Tipp“ für Zimmermädchen/Reinigungskräfte ist natürlich abhängig von Ihrer Verweildauer. 5 Euro bei einer oder zwei Übernachtungen erfreuen sicherlich. Bei längeren Aufenthalten kann es sinnvoll sein, die Anerkennung wöchentlich (von 10-30 Euro – je nach Klasse) auf dem Bett zu platzieren.

Spanien (la propina)
La propina wird gerne angenommen. Üblich sind (normale Klasse) 1-2 Euro pro Tag bzw. pro Bestellung aufs Zimmer.

Italien (mancia)
5 Euro pro Woche/1-2 Euro am Tag (Zimmermädchen). Auch für den Room-Service sind 1-2 Euro pro Bestellung aufs Zimmer in Ordnung.

Griechenland (άκρο) & Skandinavien (Finnland: kärki / Schweden & Norwegen: Tips)
Hier werden i.d.R 50 Cent bis 1 Euro pro Tag für Zimmermädchen empfohlen.

Großbritannien (tip)
Empfohlen wird 1 Pfund pro Tag/Bestellung.

Türkei (bahşiş/uç)
Kein “Bakschisch” zu geben gilt hier als sehr unhöflich. Es werden (umgerechnet) siebzig Cent bis ein Euro pro Tag/Bestellung empfohlen.

USA (tip)
Da das Grundgehalt im Servicebereich oft sehr niedrig ist, leben viele Servicekräfte quasi vom tip. So sind diverse Empfehlungen (z. B. tipping.org) mit fünf Dollar pro Tag recht hoch angesetzt. Mit mindestens zwei Dollar pro Tag sind Sie aber schon ganz gut dabei (auf das Kopfkissen). Für den Room-Service sind rund 15% des Rechnungsbetrages empfehlenswert.

Japan (先端) & China (尖)
In China wie Japan sind Trinkgelder weitgehend unüblich – große internationale Touristikunternehmen, wie inzwischen fast überall auf der Welt, ausgenommen. Doch selbst zum Beispiel in einem westlichen Hotel ist es angezeigt, ein Trinkgeld statt für andere sichtbar sehr diskret zu übergeben (z. B. in einem kleinen Seidensäckchen). In den meisten Fällen ist es weitaus besser, einen Dank durch ein (kleines) Geschenk auszudrücken, als dies mit Geld zu tun.
Taxifahrer beispielsweise, die früher genauso wie Servicekräfte ein Trinkgeld als Beleidigung empfunden haben, sind inzwischen teilweise daran gewöhnt, eines zu bekommen. In der Regel geschieht das jedoch nur bei einer außergewöhnlichen Leistung, etwa, wenn etwas Schweres getragen oder lange gewartet wurde. In Restaurants sind Trinkgelder nicht gebräuchlich, was sich oft bereits durch die Art und Weise des Bezahlens ergibt. Meist wird die Rechnung statt direkt bei einer Servicekraft an der Kasse am Ausgang beglichen.

(Stand der Empfehlungen: 2015, Bei Fragen oder Anregungen, E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
 
Tipps und Empfehlungen für Ihre nächste Städtereise finden Sie u.a. hier:
 
 
 
 

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